Da den Ausländern die politische Gleichberechtigung und soziale Chancengleichheit vorenthalten blieb, bildeten und bilden sich eigene ethnische Vereine und Initiativen. Ausländervereine waren und sind die nächsten Ansprechpartner, ja sogar das Rückgrat der ausländischen Bevölkerung und haben im Gegensatz zu den traditionellen deutschen Vereinen eine ganz andere Aufgabenstellung in der Gesellschaft. In einer langen unermüdlichen Arbeit wurde der Politik der Ausgrenzung entgegengewirkt. Ohne sie wäre das heutige multikulturelle Leben undenkbar.
Europa nicht in den Köpfen angekommen
polisUnd war der Listenplatz noch so aussichtsreich: Kein Ausländer hat es in den Ulmer Gemeinderat geschafft. Die Enttäuschung unter den Kandidaten ist groß.
Als einziger hat er den Wiedereinstieg in den Gemeinderat verpasst: Georgios Giannopoulos – dem Pass nach Grieche, aber in Ulm zu Hause – hatte zwar auf dem vermeintlich sicheren Platz sieben der SPD-Liste kandidiert: Doch 10 944 Stimmen für ihn reichten nicht. Hartmut Pflüger und Lisa Schanz, obwohl auf hinteren Plätzen, zogen mit hauchdünner Stimmenmehrheit an ihm vorbei. Und weil die SPD nur noch neun Sitze hat, bleibt der 36-jährige außen vor.
Das kommunale Wahlrecht für EU-Bürger
polisEin weiterer Schritt zur politischen Partizipation und der daraus resultierenden Mitgestaltung wurde 1994 erreicht, als die EU-Richtlinie verabschiedet wurde, die das aktive und passive Kommunalwahlrecht der Unionsbürger im jeweiligen Wohnsitzstaat zusichert. Zum ersten Mal konnte dieses Wahlrecht von den EU-Bürgern in Baden-Württemberg bei der Kommunalwahl am 24. Oktober 1999 ausgeübt werden und zum zweiten Mal am 13. Juni 2004.
Die „Marke Ulm” – Bündnis für Lebensqualität
polisIst er nun ein schwäbischer Grieche oder ein griechischer Schwabe? Eigentlich müßig, denn eines ist Georgios Giannopoulos auf jeden Fall: Ulmer!
Und als ein solcher möchte er die Qualitäten seiner Stadt deutlicher nach außen hin sichtbar machen und damit den Handels- und Wirtschaftsstandort stärken, denn der Informatiker weiß: „Ulm hat viel zu bieten.”
Kommunalakademie bringt Qualität
kassandraFünf Wochenenden lang bildeten sich 25 süddeutsche Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker der SPD in Neu-Isenburg bei Frankfurt fort. Zu den Absolventen gehörte auch der Dettinger Ortschaftsrat Jens Bodamer. Die Kommunal-Akademie richtet sich an junge MandatsträgerInnen, die das notwendige Rüstzeug für Führungspositionen in der ehren- und hauptamtlichen Kommunalpolitik vermittelt bekommen sollen.