Weiße Rose: Mit Worten gegen die NS-Diktatur

Weiße Rose: Mit Worten gegen die NS-Diktatur

kassandra polis
Vor der Abfahrt zur Front-Famulatur 1942 (v. l.): Hans und Sophie Scholl und Christoph Probst.
(c) DZOK

Heute vor 75 Jahren wurden Hans und Sophie Scholl sowie Christoph Probst von den Nationalsozialisten ermordet. Der Widerstand der Gruppe steht für Mut, Opferbereitschaft und den Kampf für ein besseres, weil moralisch integres Deutschland.

Wie hatten sie ihn am Abend gefeiert, ihn, den Pedell der Münchner Ludwig-Maximilian-Uni­ver­sität: Jakob Schmid. Hunderte von Studenten jubelten dem SA-Mann zu, der Stunden zuvor die beiden Studenten erwischt hatte. Das dreiste Geschwisterpaar hatte Flugblätter in den Lichthof geworfen. Flugblätter gegen Hitler!

18. Februar 1943. 11.15 Uhr. Hans und Sophie Scholl laufen dem Pedell genau in die Arme, einer trägt noch den Koffer, der die Flugblätter enthielt. Der Medizinstudent und die Biologie- und Philosophiestudentin hatten ein paar hundert Exemplare vor den Hörsälen sowie einen Stapel am Ausgang platziert. Aber der Koffer war noch nicht leer; also kehrten sie um, rannten die Treppen hoch und warfen die restlichen Flugblätter über die Balustrade in den Lichthof. Ein verhängnisvoller Fehler, denn dabei hatte der Hörsaaldiener sie beobachtet. Die Uni-Mitarbeiter waren instruiert: In den vergangenen Tagen hatten Unbekannte Parolen auf Uni-Mauern und Häuserwände in der Nähe der Hochschule geschmiert. „Nieder mit Hitler!“, „Freiheit“ und „Massenmörder Hitler!“ lasen die Studenten morgens, wenn sie zu den Vorlesungen eilten.

„Sie sind verhaftet!“ Der Pedell greift nach den Armen von Hans und Sophie Scholl. Widerstandslos lassen sie sich abführen. Die Gestapo wird verständigt, die Türen des Uni-Gebäudes werden verriegelt. Die Studenten, die aus den Hörsälen strömen, werden aufgefordert, die Flugblätter abzugeben – jedes, aber auch wirklich jedes, will die Staatspolizei sicherstellen. Und dennoch: Ein paar dieser Flugblätter gelangen nach außen. Hunderttausende Exemplare werden Ende 1943 von britischen Flugzeugen über Nazi-Deutschland abgeworfen, sie sollen die Augen dafür öffnen, was Hitler und seine Genossen „im Namen von Freiheit und Ehre der deutschen Nation in ganz Europa angerichtet haben und täglich neu anrichten. Der deutsche Name bleibt für immer geschändet, wenn nicht die deutsche Jugend endlich aufsteht, rächt und sühnt zugleich, ihre Peiniger zerschmettert und ein neues geistiges Europa aufrichtet.“

Riskanter Einsatz

Warum Hans und Sophie Scholl das Risiko eingehen und die Flugblätter – es handelt sich um das sechste und letzte der Weißen Rose – an jenem 18. Februar 1943 am helllichten Tag an der Uni auslegen, liegt auf der Hand: Sie wollten so viele Kommilitonen wie möglich erreichen. Entstanden ist diese Schrift vor dem Hintergrund der Kapitulation von Stalingrad am 31. Januar 1943, sie stellt eine weitere Eskalationsstufe im Handeln der Geschwister dar. Die beiden wollen noch widerständiger sein, im Angesicht der vielen Soldaten, die ihr Leben gelassen hatten. Wie hatte die 22-jährige Sophie wenige Tage vor der Verhaftung gegenüber dem Ulmer Maler und Grafiker Wilhelm Geyer gesagt? „Es fallen schon so viele Menschen für dieses Regime, es ist Zeit, dass jemand dagegen fällt.“

Dieses sechste Flugblatt ist sarkastisch, kämpferisch, aufrüttelnd: „Dreihundertdreißigtausend deutsche Männer hat die geniale Strategie des Weltkriegsgefreiten sinn- und verantwortungslos in Tod und Verderben gehetzt. Führer, wir danken dir! Es gärt im deutschen Volk: Wollen wir weiter einem Dilettanten das Schicksal unserer Armeen anvertrauen? Wollen wir den niedrigsten Machtinstinkten einer Parteiclique den Rest unserer deutschen Jugend opfern? Nimmermehr! Der Tag der Abrechnung ist gekommen, der Abrechnung der deutschen Jugend mit der verabscheuungswürdigsten Tyrannis, die unser Volk je erduldet hat … Es gibt für uns nur eine Parole: Kampf der Partei!“

Verfasst hatten es Hans Scholl und Prof. Kurt Huber (49) Anfang Februar 1943. Der Philosophie-Professor und Musikwissenschaftler war ein halbes Jahr zuvor zum Freundeskreis um Hans Scholl (24) und Alexander Schmorell (25) gestoßen. Christoph Probst zählte dazu, der 23-Jährige kannte Schmorell schon aus Schulzeiten; Willi Graf (24) lernte die Kommilitonen über die Studentenkompanie kennen. Sie trafen sich immer wieder in jenem Sommer, diskutierten nächtelang über philosophische, theologische und literarische Werke – und über mögliche Widerstandsformen.

Zunächst werden nur Scholl und Schmorell aktiv, die beiden, die eine „geistige Gemeinschaft“ bilden, wie Scholl-Biograph Robert M. Zoske schreibt. Schmorell, der in Russland geboren ist und nach dem Tod der Mutter mit seinem deutschstämmigen Vater nach München kam. Scholl, der in einer christlich geprägten Familie in Ulm aufgewachsen ist. Beide interessieren sich für Literatur, Kunst und Philosophie; beide unternehmen fast alles gemeinsam.

Dennoch: Sophies Bruder ist ein ruheloser Geist. Er sucht gleichermaßen die Gemeinschaft wie die Einsamkeit. Er geht Beziehungen ein, um sie oft nach kurzer Zeit wieder aufzulösen. „Stets war er auf dem Sprung, wie geschaffen für Durchgangsbahnhöfe“, konstatiert Zoske. Hans Scholl kämpft mit den Schatten, den Schatten der Vergangenheit. Was ihn belastet? Nicht seine frühere Haltung zum Nationalsozialismus, von dem die Scholl-Geschwister anfangs fasziniert waren. Alle durch die Bank: Inge, Hans, Elisabeth, Sophie und Werner. „Wir hörten viel vom Vaterland reden, von Kameradschaft, Volksgemeinschaft und Heimatliebe. Das imponierte uns, und wir horchten begeistert auf, wenn wir in der Schule oder auf der Straße davon sprechen hörten“, schreibt Inge Aicher-Scholl in ihrem Buch „Die Weiße Rose“.

Inge, Hans und Sophie hatten bald Karriere gemacht innerhalb der HJ, sehr zum Unwillen des Vaters Robert Scholl. Vor allem Hans und Sophie taten sich hervor: er mit extrem kurzen Hosen, die er auch im Winter bei eisiger Kälte trug; sie mit ihrem burschikosen Kurzhaarschnitt, die dem Bruder nacheiferte und die Spitznamen „Buabamädla“ oder „d’r Bua“ hatte. Keine Frage, die Scholls passten ins Bild, so stellte sich Hitler „seine“ Jugend vor: „flink wie die Windhunde, zäh wie Leder, hart wie Kruppstahl“.

Und dann: kam der Bruch mit dem Nationalsozialismus. Nicht über Nacht, ausgehend von einem einzigen Ereignis. Viele Faktoren spielten mit – nicht zuletzt der Vater, der als überzeugter Pazifist vor den Kriegstreibern warnte und immer wieder das Hitler-Porträt, das Hans aufhängte, von der Wand nahm. Vom Reichs­parteitag 1935 nachdenklich zurückgekehrt, „formierte Hans Scholl aus seiner HJ-Gruppe eine geheime, das heißt auch illegale, dj. 1.11.-Gruppe, getarnt im Jungvolk“, so Hans-Joachim Seidel. Der Stuttgarter Eberhard Koebel hatte die Jungenschaft am 1.11.1929 gegründet, die Gruppen fühlten sich Freiheit, Unabhängigkeit, Nordland- und Russlandromantik verpflichtet – und wurden deshalb vom NS-Regime verfolgt.

Gedemütigt in aller Öffentlichkeit

Wegen „bündischer Umtriebe“ wird das HJ-Fähnlein Hans Scholls – inoffiziell heißt die Gruppe „Jungenschaft Trabanten“ – von der Gestapo verhaftet und zusammen mit Inge, Sophie und Werner Scholl im November 1937 auf einem offenen Lkw bei Schneetreiben nach Stuttgart transportiert und im Polizeigefängnis verhört. Hans Scholl, der zu der Zeit bei einer Kavallerie-Einheit in Bad Cannstatt Dienst schiebt, wird Wochen später festgenommen. Bündische Umtriebe wirft man auch ihm vor, schwerer wiegt aber die Einlassung einer der Trabanten-Jungen, Scholl habe homoerotische Handlungen an ihm vorgenommen. § 175 Unzucht unter Männern. Doch der damals 19-Jährige findet einen nachsichtigen, weil ehemals bündisch orientierten Richter: Das Verfahren gegen ihn wird eingestellt. Dennoch fühlte er sich in aller Öffentlichkeit gedemütigt. „Unglück über die Familie“ habe er gebracht, schreibt er den Eltern. Er wolle arbeiten und nur arbeiten, „damit Ihr wieder mit Stolz auf Euren Sohn sehen könnt“.

In den ersten vier Schriften hatten Scholl und Schmorell teils philosophisch-literarisch, teils religiös argumentiert. Die Flugblätter, die in einer Auflage von jeweils 100 Stück erscheinen und per Post an Akademiker und Künstler verschickt werden, sind lang, zu lang. Fast scheint es, als würden sich die beiden in ihrer Belesenheit verlieren. Sie zitieren Schiller, Goethe, Aristoteles oder Laotse, sie rufen zu passivem Widerstand auf, sie schreiben von der bestialischen Ermordung polnischer Juden, sie prangern die Untätigkeit der Landsleute an („und wieder schläft das deutsche Volk in seinem stumpfen, blöden Schlaf weiter“) – und enden mit den Worten: „Wir schweigen nicht, wir sind Euer böses Gewissen; die Weiße Rose lässt Euch keine Ruhe!“

Zu welchem Zeitpunkt war Sophie Scholl involviert? Wahrscheinlich schon relativ früh. Im Mai 1942 beginnt sie ihr Studium in München. Laut eines Gedächtnisprotokolls ihres Verlobten Fritz Hartnagel bittet sie ihn in eben diesem Monat um 1000 Reichsmark „für einen guten Zweck“. Der gute Zweck dürfte klar sein: Briefmarken und Kuverts mussten gekauft werden, um die Flugblätter zu verschicken. Ob die 21-Jährige diese auch mitverfasst hat, daran zweifelt Zoske: Sie war „Mitdenkerin und Unterstützerin, aber keine Mitautorin“.

Unter dem Eindruck ihrer Front-Famulatur legen sie den Schalter um. Der Schrecken des Kriegs, das Grauen des Warschauer Ghettos treiben Scholl und Schmorell zum fünften Flugblatt Mitte Januar 1943, das deutlich prägnanter und politischer als die Vorgänger ausfällt. „Wollt Ihr und Eure Kinder dasselbe Schicksal erleiden, das den Juden widerfahren ist? … Der bessere Teil des Volkes kämpft auf unserer Seite. Zerreißt den Mantel der Gleichgültigkeit, den ihr um Euer Herz gelegt!“

Parolen an Hauswänden

Zwei Wochen danach geht die Gruppe erstmals ein großes Risiko ein. Scholl, Schmorell und Graf sind die Unbekannten, die nachts die Parolen an Häuserwände pinseln. Und es entsteht das sechste, das verhängnisvolle Flugblatt …

22. Februar, 17 Uhr. Wie hatte Sophie Scholl am Ende ihres letzten Verhörs durch die Gestapo gesagt: „Ich bin nach wie vor der Meinung, das Beste getan zu haben, was ich gerade jetzt für mein Volk tun konnte. Ich bereue deshalb meine Handlungsweise nicht und will die Folgen, die mir aus meiner Handlungsweise erwachsen, auf mich nehmen.“ Sie stirbt als erste unter dem Fallbeil, ihr Bruder Hans und Christoph Probst folgen. Der Volksgerichtshof hatte die drei wenige Stunden zuvor wegen Wehrkraftzersetzung, Feindbegünstigung und Vorbereitung zum Hochverrat zum Tod verurteilt.

Und der Pedell? 3000 Reichsmark Belohnung hatte er bekommen, er war befördert worden. Nach Kriegsende wurde er zu fünf Jahren Arbeitslager verurteilt. Wo er doch nur seine Pflicht getan hatte! Mehrmals beteuerte er, die Studenten auch am Schlafittchen gepackt zu haben, wenn sie lediglich Butterbrotpapier in den Lichthof geworfen hätten …

Quelle: SWP – Rudi Kübler

Wie Ulmer Fraktionen zur Digitalisierung stehen

Wie Ulmer Fraktionen zur Digitalisierung stehen

polis

Von Breitbandausbau bis zum „Masterplan mit ganzheitlicher Strategie“: Was sich Ulmer Fraktionen von der Bundesregierung wünschen.

Das ist schon ein Sternchenthema.“ Sagt Thomas Kienle, Fraktionsvorsitzender der CDU, und meint die Digitalisierung. Immer wieder ist sie Thema im Wahlkampf, vergangene Woche hatte die SÜDWEST PRESSE die örtlichen Bundestagskandidaten im großen Wahlforum im Stadthaus nach ihren Positionen dazu befragt (wir berichteten). Doch welche Herausforderungen sehen die Fraktionen im Gemeinderat in der Digitalisierung, jenem Lieblingsthema von Oberbürgermeister Gunter Czisch – und was erwarten sie in dieser Hinsicht von der neuen Bundesregierung?

Wettbewerbsfähig bleiben

„Wir brauchen optimale Netzabdeckung und Glasfaserversorgung“, sagt Kienle auf Anfrage dieser Zeitung. „Das sind die dicken Knochen. Sonst kann das mit der Digitalisierung nichts werden.“ Außerdem wünsche sich die CDU weiterhin, dass Ulm Testregion fürs autonome Fahren wird sowie weitere Lehrstühle für den Exzellenz-Cluster der Uni.

Für Entwicklungen wie Telemedizin brauche es eine entsprechende Sicherheitsinfrastruktur. „Angriffe sollten in der Region erfasst und von staatlicher Seite verfolgt werden.“ Kienle weist darauf hin, dass die Digitalisierung seiner Ansicht nach ein Hilfsmittel sei, um wettbewerbsfähig zu bleiben – „aber kein Allheilmittel“. Eine verlässliche analoge Struktur bleibe deshalb weiterhin wichtig.

Für die SPD kritisieren die Fraktionsvorsitzende Dorothee Kühne und Stadtrat Georgios Giannopolous das Kompetenzgerangel zwischen Bund und Ländern bei digitalen Themen in den Schulen sowie den insgesamt schleppenden Ausbau von Breitband und Glasfaser. Sie fordern eine politisch-gesellschaftliche Debatte der Mensch-Maschine-Dimension mit Chancen und Risiken. Außerdem wünschen sie sich einen gesetzlichen Anspruch auf einen Heimarbeitsplatz. Für Ulm wollen Kühne und Giannopolous einen „Masterplan Digitale Agenda mit ganzheitlicher Strategie zur digitalen Transformation“: Behördengänge müssen auch digital gemacht werden können, Kinder in Schulen das „nötige Rüstzeug“ für die Digitalisierung bekommen und die Kommune soll Garant für Datenschutz und -sicherheit sein.

Michael Joukov (Grüne) kritisiert Alexander Dobrindt. Der führe zwar den Titel Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, habe sich aber kaum um etwas gekümmert. „Wir haben immer noch große Bereiche in Baden-Württemberg, die vom Breitband abgeschnitten sind.“ In der Region dürfe es keine „weißen Flecken“ in der Infrastruktur mehr geben. Wichtig sei aber auch, alle mitzunehmen und dafür zu sorgen, „dass analoge Angebote wie die Ding-Card aufrecht erhalten werden.“ Im Oberzentrum Ulm könnten viele Verwaltungsabläufe verbessert werden: „Es kann viel mehr ohne persönliches Erscheinen erledigt werden, als es bisher der Fall ist.“ Auch stehe die Stadt vor der Herausforderung, Bildung so zu gestalten, dass Kinder frühzeitig lernen, souverän mit digitalen Technologien umzugehen.

Der Fraktionsvorsitzende der FDP, Erik Wischmann, kritisiert die Politik der Bundesregierung: „Es wurde weder die notwendige Unterstützung durch konsequenten Ausbau der Breitbandversorgung noch die Anpassung von Gesetzen an die neuen Möglichkeiten geleistet.“ Gerade für die Region Ulm mit ihrer Vielzahl von Technologie-Unternehmen und Forschungseinrichtungen sei eine moderne und flächendeckende digitale Infrastruktur unabdingbar. Wischmann erwärmt sich für ein neu zu schaffendes Digitalministerium: „Das könnte verhindern, dass das Thema im Kompetenzgerangel der anderen Ministerien unter den Tisch fällt.“

Die Digitalisierung ist zwar nicht ihr Lieblingsthema, aber auch Helga Malischewski von der FWG findet: „Wir brauchen schnelles Internet vor allem für die Wirtschaft, das ist das Wichtigste.“ Das gelte auch für die Ortschaften rund um Ulm, „wo es ja überall große Firmen gibt.“ Malischewski sieht die kleinen Geschäfte in der Innenstadt vom Internethandel bedroht. „Aber ich weiß nicht, ob die Bundesregierung da eingreifen könnte, das ist die Marktwirtschaft.“ Außerdem stehe bei ihr die Sicherheit an oberster Stelle: „Wenn man liest, dass die Bundestagswahl noch manipuliert werden könnte …“

Digitale Schulbildung verbessern

Digitale Schulbildung verbessern

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Mit dem Programm „Calliope“ können Kinder spielerisch lernen. Stadträte fordern für Ulmer Schulen ein Pilotprojekt.

Die SPD-Fraktion fordert die Stadt auf, ein Pilotprojekt an Ulmer Schulen zu starten: Calliope, ein vom Bundeswirtschaftsministerium unterstütztes Programm, ermögliche Schulkindern ab der dritten Klasse einen spielerischen Zugang zur digitalen Welt. „Wir sind verantwortlich dafür, dass unsere Kinder an den Schulen das nötige Rüstzeug bekommen, um souverän mit der Digitalisierung umgehen zu können“, wird Stadtrat Georgios Giannopoulos in einer Pressemitteilung der Fraktion zitiert.

Im internationalen Vergleich liege Deutschland bei der digitalen Bildung und der Ausstattung zurück, schreibt die SPD. Deswegen müsse man Kinder und Jugendliche möglichst früh spielerisch auf die digitale Welt vorbereiten und ihnen den Zugang zu digitaler Technik, zum Programmieren und Entwickeln ermöglichen, „damit sie von Konsumenten des Digitalen zu kreativen Machern werden können“. Calliope eigne sich dazu, Kindern ein Verständnis von elektronischen Schaltungen, moderner Sensorik und Programmierung zu vermitteln und könne im Rahmen eines Informatikcurriculums, aber auch zur Unterstützung von bestehenden Unterrichtsinhalten wie im Sachkundeunterricht verwendet werden, schreibt die SPD.

Quelle: SWP

SPD freut sich über großen Zuspruch

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„Die Martins haben einfach einen Lauf!“ schrieb Versammlungsleiter Martin Rivoir begeistert auf Facebook: Denn der SPD-Kreisvorsitzende Martin Ansbacher war mit 100 Prozent der Stimmen im Amt bestätigt worden. Den gleichen Zustimmungswert hatte Kanzlerkandidat Martin Schulz erhalten, als er im März zum SPD-Vorsitzenden gewählt worden war.

Vor seiner Wiederwahl hatte Ansbacher der Mitgliedschaft mit einem Rückblick Rechenschaft abgelegt: „In den letzten zwei Jahren war von der politischen und emotionalen Bandbreite her alles dabei, was einem als politisch Verantwortlichem passieren kann. Schmerzliche Niederlagen mussten verarbeitet werden.“ Aktuell überwiegen jedoch wieder die Freude und Euphorie, heißt es in einer Mitteilung der SPD. „Nun freuen wir uns über starke Umfragewerte und den großen Zuspruch, den die SPD erhält und der sich in zahlreichen Neueintritten manifestiert.“
Fast 30 Neueintritte

Die Amtszeit war stark geprägt von Wahlkämpfen (OB-Wahl und Landtagswahl), die für die SPD keine guten Ergebnisse brachten. Nach der USA-Wahl stiegen die Eintrittszahlen und im Januar mit der Kandidatur Martin Schulz erlebte die SPD dann einen anhaltenden Höhenflug, der sich nicht nur in neuen Mitgliedern, sondern auch guten Umfrageergebnissen und dem nicht mehr utopischen Willen ausdrückte, ab Herbst den Bundeskanzler zu stellen. Seit Jahresanfang konnte sich die Ulmer SPD über fast 30 Neueintritte freuen. Die Ulmer SPD habe sich beispielsweise klar zum Bundeswehreinsatz in Syrien, der Vorratsdatenspeicherung sowie dem Tarifeinheitsgesetz positioniert. Nun gelte alle Aufmerksamkeit der Bundestagswahl im Herbst.

„Bezahlbarer Wohnraum für Menschen mit geringerem Einkommen ist eine Kernforderung sozialdemokratischer Politik, die die Ulmer SPD mit Nachdruck verfolgt“, sagte Ansbacher. Die SPD wolle einen Wohnungs- und Grundstücksmarkt ermöglichen, in dem alle Einkommensgruppen ein gutes Angebot finden können. Auch seine beiden Stellvertreter Daniela Harsch und Georgios Giannopoulos wurden wiedergewählt, Kassierer ist weiterhin Günter Stiffel, Holger Oellermann bleibt Schriftführer.

Quelle: SWP