Im Leben eines jeden Menschen gibt es Momente, die unsere persönliche Entwicklung nachhaltig prägen. Ein solcher Meilenstein ist die Schulzeit – eine Phase, in der wichtige Entscheidungen getroffen und die Weichen für die Zukunft gestellt werden. Auch wenn der Alltag später von beruflichen Verpflichtungen und gesellschaftlichen Anforderungen dominiert wird, bleibt die Verbindung zur alten Schule oft lebendig. Manchmal bedarf es jedoch eines kleinen Anstoßes, um sich daran zu erinnern.

Für mich war dieser Anstoß nur einen Mausklick entfernt. Ende 2002 besuchte ich die Homepage des Hans und Sophie-Scholl-Gymnasiums, um mich als Ehemaliger zu registrieren. Dabei stieß ich auf den Förderverein der Schule, dessen Engagement mein Interesse weckte. Schon kurze Zeit später reichte ich meinen Mitgliedsantrag ein. Mit der Idee, ein Ehemaligenfest ins Leben zu rufen – ein solches hatte es bis dahin noch nicht gegeben –, stellte ich mich der Mitgliederversammlung im April 2003 vor. Die Idee fand großen Anklang und führte dazu, dass ich zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt wurde – eine Aufgabe, die ich mit Freude übernahm.

Doch die Umsetzung des Festes stellte uns vor eine große Herausforderung. Während es Kontakte zur Elternschaft gab, fehlte ein Netzwerk der Ehemaligen. Die neu gegründete Arbeitsgruppe „Organisation“ nahm sich dieser Aufgabe mit großem Engagement an und begann mit einer umfangreichen Recherchearbeit. Nach vielen Stunden intensiver Arbeit gelang es uns, einen Verteiler aufzubauen und die Planungen für ein denkwürdiges Ereignis abzuschließen. Am 2. April 2004, dem Tag der feierlichen Eröffnung der vom Verein geförderten Schulbibliothek, konnten wir schließlich unser erstes Ehemaligenfest feiern.

Der Erfolg war überwältigend und machte alle Mühen mehr als wett: Zahlreiche ehemalige Schülerinnen und Schüler fanden den Weg zurück an ihre alte Schule. Viele von ihnen engagieren sich mittlerweile selbst aktiv im Förderverein – ein Ergebnis, das uns mit Stolz erfüllt.

Aus diesem Grund haben wir beschlossen, künftig alle zwei Jahre ein solches Fest zu veranstalten. Mein besonderer Dank gilt dabei der Schulleitung, den Lehrkräften, den Eltern und natürlich den Ehemaligen, die dieses Vorhaben unterstützt haben – und hoffentlich auch weiterhin unterstützen werden.

kassandra