SPD im Westen angriffslustig

polis

Bildung, Arbeit und Soziales waren Schwerpunkte im ersten Jahr des neuen Auftritts der SPD im Ulmer Westen. Ein Jahr nach dem Zusammenschluss der Ortsvereine West/Söflingen und Eselsberg zog Vorsitzender Martin Ansbacher auf der Hauptversammlung eine durchweg positive Zwischenbilanz.

Luisa Reinbold und Georgios Giannopoulos wurden zu stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Für 40 Jahre Parteimitgliedschaft geehrt wurden: Werner Burr, Siegfried Dolze, Gerhard Geiger, Wolfgang Gotterbarm, Lilly Murr-Nohe, Norbert Wermke, Gerhard Vollmer-Zilles, Hanne Pfeil und Martin Pfeil.

Die neue Welt der Lokalpolitik

polis

Früher war alles besser? Keine Ahnung. Später jedenfalls wird alles anders. Davon ist man im Ulmer Rathaus überzeugt. Deswegen bereitet sich die Stadtverwaltung darauf schon mal mit einer Internetoffensive vor.

czischpcDie Verunsicherung ist groß. Welche Rolle spielt der Gemeinderat noch, wenn politische Themen künftig stärker im Internet verhandelt werden? Darum ging es kürzlich im Ulmer Hauptausschuss bei einer Annäherung an das Web 2.0. So heißt das Zauberwort, das die Fortentwicklung des Internets von einer Abrufmaschine hin zum interaktiven Medium beschreibt, mit gravierenden Auswirkungen auf das öffentliche Leben und insbesondere auf das kommunalpolitische, Stichwort: Facebook, Twitter und Co.

Web 2.o als Chance für mehr kommunale Demokratie

Bürgermeister Gunter Czisch ist von der Macht dieser Entwicklung derart überzeugt, dass er inständig dafür wirbt, dabei nicht die Zukunft zu verschlafen. So müsse die Stadt schnell in die so genannten sozialen Netzwerke einsteigen. Die junge Generation sei mit städtischen Themen überhaupt nur noch über das Internet zu erreichen. Also: „Als Standortfaktor einer Stadt ist das eine ganz wichtige Geschichte.“

Continue reading

Zurück an der Wurzel

Zurück an der Wurzel

polis

Große Freude auf dem Kuhberg: Das Team des HfG-Archivs bekam nach der Sanierung seiner künftigen Räume gestern den Schlüssel überreicht. Zum lauten Jubel fehlt aber noch Geld für die Dauerausstellung.

„Von der Wurzel aus, wohin das HfG-Archiv nun zurückkehrt, in die Zukunft.“ Nicht nur Alexander Wetzig, der Vorsitzende des Rats der Stiftung Hochschule für Gestaltung (HfG) Ulm, wählte gestern weihevolles Vokabular. Auch seine für Kultur zuständige Bürgermeisterkollegin Sabine Mayer-Dölle, sie übte sich in der Pluralform: „Wir haben wieder den Ort, wo wir hingehören.“

Diese Wurzel, dieser Ort befindet sich auf dem Oberen Kuhberg, und es handelt sich um einen großen Gebäudekomplex auf dem Campus der ehemaligen HfG. 2012 wird es sich zum 25. Mal jähren, dass dort die Idee geboren wurde, ein HfG-Archiv aus der Taufe zu heben. Vorangetrieben wurde das Projekt durch den 1985 gegründeten Club off Ulm, dessen Ziel die Pflege der Geschichte und das Fortwirken der HfG ist. Dieses Archiv, eine Einrichtung der Stadt und angedockt ans Ulmer Museum, war zwei Jahrzehnte untergebracht in der Pionierkaserne. Auf dieses lange Interim folgt jetzt also die Rückkehr an den Ausgangspunkt, die sich in den kommenden Monaten durch einen minutiös geplanten Um- und Einzug vollziehen wird (siehe Info-Kasten).

Gestern war ein erster Freudentag: Die fünfköpfige Mannschaft des HfG-Archivs bekam – den aus Hefebackwerk bestehenden – Schlüssel für die unter Federführung des Architekten Adrian Hochstrasser sanierten Räumlichkeiten überreicht. Dies geschah im Beisein einer großen Gästeschar in einer derart freudigen Stimmung (HfG-Archivleiterin Dr. Dagmar Rinker: „Wir sind sehr bewegt“), dass für einige Momente die ganzen Streitigkeiten der vergangenen Monate über das Sanierungs- und weitere Nutzungskonzept in Vergessenheit gerieten. Dies umso mehr, als pünktlich zu dieser Schlüsselübergabe der Fachbeirat IFG Ulm zurückgekehrt ist (siehe Extra-Meldung).

Vollenden kann den Jubel nun der Ulmer Gemeinderat, der sich laut Wetzig und Mayer-Dölle schon bisher nicht hat lumpen lassen. Jedoch: „Wir haben noch keine Finanzierung der Dauerausstellung in den neuen Räumen“, sagte Mayer-Dölle an die Stadträte gewandt. Die Bürgermeisterin hofft, dass der Gemeinderat im Juli im Zuge der Debatte über die Eckwerte des Haushalts 2012 die entsprechenden Beschlüsse fasst. Geschätzte Kosten für die Ausstellung: 250 000 Euro, von denen freilich ein Teil über Drittmittel finanziert werden soll.